Die besten Campingplätze am Gardasee – ehrlicher Test 2026
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Die besten Campingplätze am Gardasee – ehrlicher Test 2026

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Der Gardasee ist für deutsche Camper so etwas wie der Mount Everest der Urlaubsziele – jeder war schon mal da oder will unbedingt hin. Und ja, der See ist wunderschön. Das Problem: Es gibt dort über 150 Campingplätze und die Qualitätsunterschiede sind gewaltig. Von der liebevoll geführten kleinen Anlage bis zur Bettenburgen-Fabrik mit Animationsterror ist alles dabei. Ich war in den letzten zwei Jahren auf zehn Plätzen und teile hier meine ehrlichen Erfahrungen.

Nordufer – für Aktive und Ruhesuchende

Das Nordufer rund um Riva del Garda und Torbole ist die sportliche Ecke des Sees. Hier surfen, klettern und mountainbiken die Leute. Die Plätze sind tendenziell kleiner und ruhiger als im Süden.

Camping Brione (Riva del Garda)

Mein persönlicher Favorit. Der Platz liegt in einem Olivenhain mit Blick auf den See und die Berge. Die Parzellen sind großzügig, das Sanitär modern und sauber. Es gibt einen Pool und einen kleinen Strand, aber keine aggressive Animation. Genau richtig für Leute, die ihre Ruhe wollen, aber trotzdem Infrastruktur schätzen.

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Preis: Ab 32 Euro für zwei Personen mit Strom. In der Hochsaison eher 42 Euro. Reservation im Juli und August dringend empfohlen – der Platz ist beliebt und oft ausgebucht.

Camping Al Lago (Torbole)

Klein, direkt am Wasser, perfekt für Surfer. Die Sanitäranlagen sind okay, aber nicht mehr ganz taufrisch. Dafür kannst du buchstäblich aus dem Zelt ins Wasser fallen. Der Wind kommt hier nachmittags zuverlässig – ideal zum Surfen, weniger ideal, wenn du eine ruhige Kaffeepause auf dem Vorzeltplatz haben willst.

Wind-Info: Am Gardasee-Nordufer weht morgens der Pelér (Nordwind) und nachmittags der Ora (Südwind). Für Surfer ist das Paradies – für Camper mit Markise kann es anstrengend werden. Markise gut abspannen!

Westufer – die goldene Mitte

Das Westufer zwischen Limone und Salò bietet eine gute Mischung aus Ruhe und Angebot. Die Straße am Westufer ist allerdings eng und kurvig – mit großen Wohnmobilen über 7 Meter wird's sportlich.

Gut zu wissen: Wichtig: Informiere dich vorab über die Regeln des Campingplatzes oder Stellplatzes. Wildcampen ist in Deutschland grundsätzlich verboten.

Camping Nanzel (Gargnano)

Ein echtes Juwel. Familienbetrieb, Olivenbäume, Blick auf den See, und die nettesten Betreiber, die ich je auf einem Campingplatz erlebt habe. Die Parzellen sind terrassiert – das heißt, du stehst leicht schräg, hast aber dafür eine unverbaubare Aussicht. Sanitär ist einfach aber sauber. Kein Pool, kein Animation, kein Schnickschnack. Perfekt.

Preis: Ab 25 Euro. Ein echtes Schnäppchen für die Lage. Achtung: Zufahrt nur für Fahrzeuge bis 6,5 Meter und 3,5 Tonnen – die Zufahrtsstraße ist eng.

Camping Riviera (Gardone)

Größerer Platz mit mehr Komfort. Pool, Restaurant, kleiner Supermarkt. Die Lage direkt am See ist top, die Parzellen sind teilweise aber eng. Im August kann es hier laut werden – Familien mit Kindern und italienische Großfamilien, die bis Mitternacht feiern. Nichts für Leute, die um zehn Uhr Ruhe brauchen.

Ehrliche Warnung: Viele Campingplätze am Gardasee verlangen in der Hochsaison Mindestaufenthalte von 3 bis 7 Tagen. Informier dich vorab, wenn du nur ein Wochenende bleiben willst.

Südufer – für Familien und Komfort-Camper

Das Südufer ist flacher, wärmer und touristischer. Hier stehen die großen Ferienanlagen mit Aquaparks und Kinderanimation. Wenn du mit kleinen Kindern unterwegs bist, bist du hier richtig. Wenn du Ruhe suchst, fahr lieber ans Nordufer.

Camping Bella Italia (Peschiera)

Das ist keine Campinganlage, das ist eine kleine Stadt. Pool-Landschaft, Restaurants, Supermarkt, Friseur, Disco. Die Stellplätze sind ordentlich, das Sanitär gut. Aber: Es ist hier laut, voll und teuer. Ab 55 Euro pro Nacht in der Hochsaison. Für mich persönlich zu viel Rummel, aber Familien mit Kindern schwören drauf.

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Camping Du Parc (Lazise)

Die etwas ruhigere Alternative am Südufer. Schöne Bäume, guter Pool, ordentliches Restaurant. Weniger Mega-Anlage, mehr entspannter Familienplatz. Preislich bei 35 bis 48 Euro in der Saison.

Praktische Tipps für Gardasee-Camping

  • Beste Reisezeit: Mai bis Mitte Juni und September bis Mitte Oktober. Angenehme Temperaturen, weniger Trubel, günstigere Preise.
  • Anreise: Über den Brenner ist am kürzesten, aber die Maut in Österreich und Italien kostet. Alternative: Über die Schweiz (Vignette 40 CHF) und dann über den Splügenpass oder den Comer See.
  • Einkaufen: Lidl und Eurospin gibt es am ganzen See. Die Wochenmärkte in den Orten sind toll für frisches Obst und Gemüse.
  • Mücken: Am Südufer kann es abends zur Mückenplage werden. Mückenschutz und Moskitonetz sind Pflicht.
Mein Fazit: Für Ruhe und Natur: Nordufer (Camping Brione). Für den Geheimtipp: Westufer (Camping Nanzel). Für Familien: Südufer (Camping Du Parc). Und für den ultimativen Komfort-Overkill: Bella Italia – aber rechne mit einem dicken Geldbeutel.

Ostufer – der ruhige Geheimtipp

Das Ostufer zwischen Malcesine und Bardolino wird oft übersehen, weil alle ans Nord- oder Südufer fahren. Dabei hat es einiges zu bieten. Malcesine mit seiner Seilbahn auf den Monte Baldo ist großartig für Wanderer und Mountainbiker. Die Campingplätze sind tendenziell ruhiger und günstiger als am Südufer.

Tipp: Buche beliebte Campingplätze frühzeitig, besonders für Ferientermine. Die besten Stellplätze sind oft Monate vorher ausgebucht.

Camping Primavera in Garda ist ein schöner Familienplatz mit altem Baumbestand und direktem Seezugang. Die Parzellen sind für italienische Verhältnisse großzügig, und der Ort Garda selbst ist einer der schönsten am ganzen See – mit Uferpromenade, kleinen Restaurants und einem Wochenmarkt, der einen Besuch wert ist.

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Veröffentlicht durch die Campfire Guide-Redaktion. Veröffentlicht am 4. Juni 2026.

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