Outdoor-Hygiene beim Camping: Sauber bleiben in der Natur
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Eines der häufigsten Bedenken von Camping-Einsteigern: "Wie bleibt man eigentlich sauber?" Die Antwort: Einfacher als gedacht. Es braucht kein Spa – ein paar clevere Lösungen reichen, um sich auch in der Natur frisch und wohl zu fühlen.
Duschen ohne Badezimmer
Auf dem Campingplatz
Die meisten Campingplätze haben Sanitäranlagen mit Duschen. Manchmal kostenlos, manchmal mit Münzeinwurf (50 Cent bis 1 Euro pro Duschgang). Flip-Flops sind Pflicht – Campingplatz-Duschen sind nicht immer hygienisch einwandfrei.
Solardusche
Ein schwarzer Wasserbeutel (10–20 Liter), der in der Sonne aufgehängt wird. Nach ein paar Stunden hat das Wasser angenehme Duschtemperatur. Kostet ab 10 Euro und ist erstaunlich effektiv. An einem Baum oder der Heckklappe aufhängen, Duschkopf-Ventil öffnen – fertig.
Waschlappen-Methode
Die schnelle Alternative, wenn keine Dusche verfügbar ist. Wasser erwärmen (Campingkocher), Waschlappen und biologisch abbaubare Seife – damit kommt man erstaunlich gut durch. Besonders effektiv: Unterarme, Achseln, Füße und Gesicht – die Stellen, die am schnellsten "camping-müffeln".
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Haare waschen unterwegs
- Trockenshampoo – Rettet für 1–2 Tage, wenn Wasserknappheit herrscht. Einfach einsprühen, einmassieren, ausbürsten.
- Haare am See waschen – NUR mit Wasser, OHNE Seife oder Shampoo! Selbst "biologisch abbaubares" Shampoo hat in natürlichen Gewässern nichts zu suchen.
- Klappbarer Waschzuber – Wasser erwärmen, Kopf über den Zuber, wie früher bei Oma. Klappt erstaunlich gut und das Waschwasser kann umweltgerecht entsorgt werden.
Toilette in der Natur
Auf dem Campingplatz
Kein Problem – einfach die Sanitäranlagen nutzen. Eigenes Toilettenpapier mitnehmen schadet nie.
Beim Wildcamping oder auf Tour
Wenn kein WC in der Nähe ist, gelten klare Regeln:
- Großes Geschäft: Mindestens 50 Meter von Gewässern, Wegen und Lagerplätzen entfernt. Ein Cat Hole (15–20 cm tiefes Loch) graben, Geschäft erledigen, zuschütten. Toilettenpapier mitnehmen (in Tüte) oder biologisch abbaubares Papier verwenden.
- Kleines Geschäft: Gleicher Abstand zu Gewässern. In Felsregionen oder empfindlichen Ökosystemen auf absorbierendem Boden erledigen.
Campingtoilette
Für mehr Komfort: Eine Trockentrenntoilette oder chemische Campingtoilette. Trockentrenntoiletten (ab 50 Euro als Bausatz) sind umweltfreundlicher – Feststoffe werden mit Streu bedeckt, Flüssigkeiten separat gesammelt. Kein Chemie-Einsatz nötig.
Wäsche waschen
- Drybag-Methode: Schmutzige Wäsche in einen wasserdichten Beutel, warmes Wasser und Seife dazu, verschließen und 5 Minuten schütteln. Auswringen, aufhängen, trocknen lassen.
- Waschautomat: Größere Campingplätze haben Waschmaschinen (2–4 Euro pro Waschgang).
- Wäscheleine: Zwischen zwei Bäumen oder am Auto gespannt. Mikrofaser-Kleidung trocknet in ein paar Stunden.
Seife und Umwelt
Ein wichtiges Thema, das oft untergeht: Auch "biologisch abbaubare" Seife ist in natürlichen Gewässern nicht unproblematisch. Die Abbaubarkeit bezieht sich auf Kläranlagen, nicht auf Seen und Bäche.
- Seifenwasser IMMER mindestens 50 Meter von Gewässern entfernt entsorgen
- Auf den Boden gießen, nicht ins Wasser
- So wenig Seife wie möglich verwenden
- Wenn möglich: nur mit klarem Wasser waschen
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