Camping am Mittelmeer: Die besten Regionen für Strand und Sonne
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Sand unter den Füßen, das Meer im Blick, der Kocher dampft, Camping am Mittelmeer ist der Inbegriff von Sommerurlaub. Aber welche Region passt zu welchem Camping-Stil? Hier ein ehrlicher Vergleich der fünf beliebtesten Mittelmeer-Regionen.
1. Kroatien: Kristallklares Wasser, moderate Preise
Beste Region: Istrien und Dalmatien (Zadar bis Dubrovnik)
Was spricht dafür: Einige der saubersten Strände Europas, gut ausgebaute Campingplätze, moderate Preise (20–35 Euro/Nacht). Die Inselwelt (Krk, Cres, Hvar) bietet Abwechslung.
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Was dagegen spricht: Im Juli/August sehr voll. Kiesstrände statt Sandstrände. Anreise aus Norddeutschland 10+ Stunden.
Beste Reisezeit: Juni und September. Im August ist es heiß und überlaufen.
Inselhüpfen: Das Beste aus Kroatien herausholen
Wer flexibel ist, sollte Kroatiens Fährnetz konsequent nutzen. Von Split kommst du in 50 Minuten nach Brač, in rund 2 Stunden nach Hvar. Die Fähren der Jadrolinija kosten mit Fahrzeug zwischen 25 und 50 Euro, je nach Insel und Saison. Auf den Inseln selbst sind die Campingplätze oft kleiner, familiärer und ruhiger als auf dem Festland. Buche die Überfahrt mindestens zwei Wochen im Voraus, wenn du im Juli oder August reist, sonst stehst du stundenlang in der Warteschlange in der prallen Sonne.
Istrien oder Dalmatien, wo du dich wohler fühlst
Istrien liegt näher (ab München ca. 7 Stunden) und lebt stark vom Tourismus. Die Campingplätze sind gut ausgestattet, oft mit Pool und WLAN. Dalmatien hingegen wird je weiter südlich du kommst wilder und authentischer. Die Gegend zwischen Šibenik und Split ist ein echtes Geheimtipp-Gebiet: traumhafte Buchten, überschaubare Campingplätze, und trotzdem alles in Reichweite. Dubrovnik im August ist schön anzusehen, aber für ruhiges Camping eher ungeeignet.
2. Sardinien: Karibik-Feeling in Europa
Beste Region: Ostküste (Ogliastra, Orosei) und Südwesten (Chia, Villasimius)
Was spricht dafür: Türkisblaues Wasser, feiner Sandstrand, wilde Natur im Hinterland. Weniger touristisch als die Côte d'Azur.
Was dagegen spricht: Fährüberfahrt nötig (ab Genua oder Livorno, 8–12h). Campingplätze teils rustikaler als auf dem Festland.
Beste Reisezeit: Mai–Juni und September–Oktober. Im August extrem heiß (40°C+).
Die Strände, die du nicht auf Instagram findest
Die bekanntesten Strände Sardiniens, Cala Gonone, Spiaggia della Pelosa, sind im August voll bis auf den letzten Quadratmeter. Das Geheimnis liegt in den kleineren Zugängen dazwischen. Mit einem guten Offline-Kartenservice und der Bereitschaft, 15 Minuten zu laufen, findest du Buchten, in denen du fast alleine bist. Die Ostküste zwischen Bari Sardo und Dorgali hat über 40 solcher Zugänge, viele davon ohne offiziellen Namen.
Was du am Campingplatz einplanen solltest
Sardinische Campingplätze sind anders als deutsche: Schatten ist oft knapp, die Sanitäranlagen einfacher, dafür liegt der Platz häufig direkt am Meer. Ein Tarp oder Vordach für das Zelt lohnt sich. Lebensmittel kaufst du am besten auf kleinen Märkten in den Dörfern, frische Tomaten, lokaler Pecorino und Pane carasau kosten dort einen Bruchteil von dem, was du im Campingplatz-Kiosk zahlst.
3. Südfrankreich: Von der Côte d'Azur bis zum Languedoc
Beste Region: Languedoc (günstiger) oder Provence/Côte d'Azur (teurer, aber spektakulär)
Was spricht dafür: Hervorragende Infrastruktur, riesige Campingplätze mit Pools und Animation, fantastisches Essen auf den Märkten.
Was dagegen spricht: Teuer, besonders an der Côte d'Azur (40–60 Euro/Nacht). Im August Dauerstau auf der Autobahn nach Süden.
Beste Reisezeit: Juni und September. Wer Trubel mag: Juli/August.
Languedoc: Südfrankreich ohne den Aufpreis
Das Languedoc zwischen Montpellier und Perpignan ist Frankreichs bestes Preis-Leistungs-Geheimnis. Campingplätze kosten hier 22–35 Euro, die Strände sind breite Sandstrände, und die Touristenmassen halten sich in Grenzen. Orte wie Cap d'Agde oder die Lagune von Thau bieten echtes Urlaubsfeeling ohne Côte-d'Azur-Preise. Dazu kommen mittelalterliche Städte wie Carcassonne oder Aigues-Mortes als Tagesausflugsziele, das Mittelalter kommt in diesem Landstrich kostenlos dazu.
4. Costa Brava, Spanien: Felsbuchten und Kultur
Beste Region: Nördliche Costa Brava (Cadaqués, Tossa de Mar, Begur)
Was spricht dafür: Spektakuläre Felsbuchten, Barcelona in Reichweite, günstige Campingplätze (18–30 Euro/Nacht). Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Was dagegen spricht: Südliche Costa Brava ist verbaut und touristisch. Lange Anreise aus Deutschland (12+ Stunden).
Beste Reisezeit: Mai–Juni und September–Oktober. Angenehme Temperaturen, leere Plätze.
Cadaqués: Das Dorf, das die Hauptstraße nicht will
Cadaqués ist das Juwel der nördlichen Costa Brava, weiße Häuser, türkisfarbenes Wasser, keine Hochhäuser. Es gibt nur eine einzige kurvige Bergstraße ins Dorf, was die Massen fernhält. Der nächste Campingplatz liegt wenige Kilometer entfernt in Port de la Selva, Preise um die 25 Euro. Selbst im August findest du dort noch Stellplätze mit einem gewissen Maß an Ruhe, ein seltenes Gut an der Costa Brava.
Barcelona als Bonus-Tag einplanen
Von Campingplätzen zwischen Lloret de Mar und Tossa de Mar bist du in 90 Minuten in Barcelona. Parkplätze am Stadtrand kosten 10–15 Euro, von dort geht es mit der Metro ins Zentrum. La Barceloneta, der Stadtstrand, ist kostenlos und ideal für einen Abend nach dem Stadtbummel. Wer früh genug aufbricht, schafft La Sagrada Família, den Boqueria-Markt und den Abendsonnenuntergang vom Bunker del Carmel, alles an einem Tag.
5. Peloponnes, Griechenland: Antike Ruinen und einsame Strände
Beste Region: Westküste (Pylos, Methoni) und Mani-Halbinsel
Was spricht dafür: Am wenigsten touristisch von allen fünf Regionen. Traumstrände fast ohne Menschen. Antike Stätten (Olympia, Mykene). Günstig (15–25 Euro/Nacht).
Was dagegen spricht: Lange Anreise (2 Tage oder Flug + Mietwagen). Campingplatz-Infrastruktur teils einfach. Griechische Straßen gewöhnungsbedürftig.
Beste Reisezeit: April–Juni und September–November. Im Herbst ist das Meer noch warm (23°C).
Die Mani: Wo Europa endet
Die Mani-Halbinsel im Süden des Peloponnes gehört zu den einsamsten Gegenden Europas. Turmhäuser aus dem Mittelalter, karge Felslandschaft, kleine namenlose Buchten. Campingplätze wie der in Stoupa kosten 15–20 Euro mit direktem Zugang zu einem der schönsten Sandstrände der Region. Im September erreicht das Wasser noch 24°C. Wer Stille und raue Schönheit sucht, hier ist beides in Hülle und Fülle vorhanden.
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Veröffentlicht durch die Campfire Guide-Redaktion. Veröffentlicht am 15. Oktober 2026.
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